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Alex Krebs

«Als hätte ich ein eigenes kleines Restaurant»
Alex Krebs blickt zielstrebig auf sein Studium im Hotelmanagement und bringt bereits beeindruckende Erfahrung aus der Spitzengastronomie mit: Seine Ausbildung absolvierte er im Fünf-Sterne-Superior-Hotel Traube Tonbach, in dem er erst die Ausbildung zum Restaurantfachmann und dann zum Koch machte. Sein Weg führte ihn nach Zürich ins Hotel Baur au Lac, in dem er Teil des Teams war, das die Neueröffnung des Restaurants Marguita mitgestaltete. «Wir durften die Eröffnung von Grund auf begleiten – vom Baustellenbesuch bis zum ersten Service. Das hat uns als Team zusammengeschweisst», sagt der 24-Jährige.
Weil das Marguita noch nicht offen war, halfen alle zuerst im Frühstücksservice aus. «Wir besichtigten damals die Baustelle, auf der gerade der Mosaikboden verlegt wurde, auf dem wir später standen und einen Wolfsbarsch filetierten.» Die Schönheit des Baur au Lac hat es Krebs besonders angetan: Er ertappe sich immer noch oft dabei, wie er den Blick durch den schönen Garten schweifen lasse. «Der Sommer in Zürich lässt sich geniessen.»
Nach der Schulung und der Weininformation am Finaltag des marmite youngster machte sich der Servicefinalist ans Tischdecken. In den Restaurants, in denen er jeweils arbeitet, hat er zwar auch grosse Entscheidungsgewalt. Doch: «Ich mag es, dass hier auf dem Tisch mein Besteck, meine Gläser und meine Messerbänklein liegen. Als hätte ich ein eigenes kleines Restaurant.» Getreu dem Motto «Reif für die grosse Bühne!» hatte Krebs eine Retrolampe mitgebracht, um ebendiese Bühne schön auszuleuchten. Den Tisch schmückte er mit Lilien und setzte das Besteck der Urgrosseltern ein.
Krebs stammt aus einer Hoteliersfamilie, deren Betrieb seit vielen Generationen besteht. Ob er eines Tages in die Fussstapfen seiner Eltern tritt, ist offen. Derzeit liegt sein Fokus auf dem Sammeln von Erfahrungen in der internationalen Spitzengastronomie.
«Dort treffen Leidenschaft, Disziplin und Kreativität aufeinander.» Seinen Unternehmersinn hat er von daheim mitbekommen, mit 16 startete er die Kellnerlehre im Schwarzwald und legte die Restaurantfachprüfung ab.
An Wettbewerben kommen alle Teilnehmenden an ihre Grenzen. «Früher gab es für mich nichts Schlimmeres als das Ticken einer Uhr. Das hat sich geändert», sagt Krebs. Eine der Schwierigkeiten sei die Orientierung an einem fremden Ort. Als ein Gast nach einem Fingerbad fragte, dauerte es ein Weilchen, bis er mit einer Wasserschale zurück am Tisch war und den Wunsch erfüllen konnte.
In seiner Freizeit geht Krebs gern und auch oft auswärts essen. Unter seinen Freunden, erzählt er, gebe es auch welche, die manchmal den Teller heben, um die Geschirrmarke abzulesen. So weit geht Krebs selbst jedoch nicht – auch wenn er schöne und luxuriöse Dinge mag.

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